« Think global – act local » for your kids birthday party

oder : Kinder kreativ werden lassen, statt Plastikkram zu verschenken.

Die Geburtstagsfeier unserer Großen steht vor der Tür. Wir als bekennende Helikoptereltern stellen uns die Frage, wie wir es schaffen, eine ordentliche Party zu schmeißen, ohne dass unsere Wohnung danach komplett saniert werden muss. Letztes Jahr gab es, neben den obligatorischen Spielen und einer Schatzsuche, eine Bastelaktion (Handpuppen aus alten Socken) und Home-Cinema mit dem Beamer aus Papas Büro und selbstgepopptem Popcorn. Das fanden die Kids schon ziemlich cool, aber jetzt sind ja alle ein Jahr älter und wollen noch viel mehr Action erleben! Ok, lieber Ehemann, dann wollen wir mal die Alternativen ausloten. Trampolin springen? Kletterhalle? Schwimmen gehen? An und für sich spannende Optionen, aber für fünf bis sechsjährige vielleicht ein wenig zu riskant. Zirkusschule? Zu weit weg. Das Theater im Viertel? Hatten wir letztes Jahr schon anvisiert, mit dem Ergebnis, dass wir die Feier verschieben mussten, weil das Stück zum geplanten Termin abgesagt wurde. Nur um letztlich doch zuhause zu feiern, weil auch der Ersatztermin ins Wasser viel. Alles viel zu heikel.

Wir haben uns dann schließlich für eine Malschule entschieden, nur 15 Gehminuten von unserer Wohnung entfernt. Und das war auch wirklich eine sehr gute Wahl. Die Kinder hatten dort zwei Stunden Zeit um unter Anleitung von zwei sehr kompetenten Studentinnen einen Delfin oder einen Hai auf Leinwand zu malen. Jedes der Kinder wurde, in einen Malkittel gepackt und vor eine Staffelei gestellt. So zauberten sie Schritt für Schritt einen kleinen Meeresbewohner aufs Blatt. Erstaunlicherweise waren die sieben Zwerge alle sehr konzentriert bei der Arbeit und konnten stolz ihr Endprodukt bestaunen. Während zweier Pausen wurden Muffins verdrückt, ein Geburtstagsständchen vorgetragen und die Geschenke ausgepackt. Die getrockneten Bilder werden wir dann in den kommenden Tagen aus der Malschule abholen und hoffentlich finden die Kunstwerke in den Kinderzimmern einen schönen Platz an den Wänden.

Auf die Entscheidung, den Kindern ein bisschen Kreativität zuzutrauen, sind wir auf jeden Fall ziemlich stolz. Nicht nur, dass wir auf den in Tütchen gepackten Plastikkram, der heutzutage gern auf Kindergeburtstagen verteilt wird, verzichten. Vielmehr geben wir den Kindern eine schöne Erinnerung in die Hand, die sie selbst kreiert haben. Außerdem haben wir so die lokale Malschule und zwei nette Studentinnen unterstützt, die können die kleine Finanzspritze mit Sicherheit vertragen. Zeit statt Dinge- dieses Motto wollen wir in Zukunft noch viel häufiger in unser Leben integrieren!  Aber jetzt zurück zur Geburtstagsfeier.

Nach der Malaktion haben wir die Kinder per Schatzsuche durch den Park gejagt, Spiele und Rätselraten mit inbegriffen. Wir dachten ja, dass die Rabauken nach einer Stunde Frischluft garantiert ausgelastet seien. Pustekuchen. Zuhause angekommen war die Feier natürlich noch längst nicht beendet und die Kinder forderten direkt weitere  Spiele. Puh, wir hatten zwar das Kinderzimmer schön mit cooler DIY-Deko bestückt und eine schicke Diskokugel aufs Regal gestellt. Aber auf noch mehr Spielwünsche waren wir gar nicht vorbereitet. Wie gut, dass eine riesige Verkleidungskiste im Keller steht. Die also schnell hochgeholt und Konfettikanonen aus Toilettenrollen in die Kinderhände gedrückt, schon wurde wild weitergefeiert. Als dann noch „I like to move it move it“ aus den Lautsprechern schallte, hat selbst den kleinen Bruder nichts mehr aufgehalten und er ist enthusiastisch  mit den „Großen“ mitgehopst!

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